Ein Symposium mit Magdalena Taube und Krystian Woznicki am 12. Dezember 2009 an der Universität Hokkaido, Japan.
Andere Länder zu besuchen, zu bereisen oder zu seiner Wahlheimat zu machen, ist ein alltägliches Phänomen unserer Zeit. In Zeiten von selbstverständlich gewordener Mobilität und Migration gilt Englisch als Lingua Franca. Was aber passiert im Zuge dessen mit anderen Sprachen? Werden sie verdrängt oder verändert? Die These dieses Symposiums ist: Sprachen verändern sich, da Sprachen, wie auch Menschen, stets in Bewegung sind. Insofern muss Globalisierung auf alle Sprachen bezogen werden – nicht nur auf das Englische. Darüber hinaus gilt es die Globalisierung als komplexen Prozess von Transfers zu begreifen – nicht nur als Dynamik der Expansion.
Krystian Woznicki und Magdalena Taube sprechen in ihren Vorträgen darüber, von wem, warum, und wie Deutsch an verschiedenen Orten in der Welt, gesprochen, überliefert oder gelernt wird. Ihr Beitrag basiert auf der von ihnen editierten Anthologie „McDeutsch“ (Kadmos Verlag) – eine Dokumentation ihres gleichnamigen Projekts, das sie mit der Redaktion der Berliner Gazette und der Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes durchführten und das bereits in Togo, in den Niederlanden, in Kroatien und in den USA vorgestellt worden ist. Das Buch versammelt Interviews mit Kulturschaffenden aus über 25 Ländern. Hier kommen nicht zuletzt Aus- oder Einwanderer zu Wort, die multilingual aufgewachsen sind und heute in mehreren Sprachen zu Hause sind. „McDeutsch“ bietet eine Möglichkeit, zu betrachten, welche Rolle Sprachen im Allgemeinen und Sprach-Mischungen im Speziellen bei der Bildung von Identitäten sowie bei der Entstehung von Kultur spielen können. Moderation: Keiko Asanuma.
Am 13. Dezember geben Magdalena Taube und Krystian Woznicki einen Workshop zur Globalisierung der deutschen Sprache an der Universität Hokkaido. Am 14. Dezember geben Magdalena Taube und Krystian Woznicki einen Workshop zu Gemeinschaft und Internet an der Sapporo City Universität.

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